Was man bei der Vorbereitung einer privaten Weinprobe beachten sollte

Wer seine Gäste einmal ganz anders bewirten möchte, der lädt zu einer Weinverkostung ein. Man braucht dafür nicht unbedingt ein Weinkenner zu sein, aber einige Dinge sollten schon beachtet werden, damit aus der Idee ein rundum gelungenes Beisammensein wird.

Raum und Zeit
Auch wenn sich eine Verkostung für einen gemütlichen Abend anbietet – optimal ist die Zeit in den frühen Vormittagsstunden. Unmittelbar nach dem Erwachen sind die Sinne tatsächlich am empfindlichsten und die Konzentrationsfähigkeit besonders hoch. Falls dem Brunch in der Frühe doch die abendliche Stunde vorgezogen wird, sollte im Interesse der Konzentration darauf geachtet werden, dass die Weinverkostung weder nach einem üppigen Mahl noch mit leerem Magen stattfindet. Die besten Gegebenheiten bietet ein gut gelüfteter, heller und wohltemperierter Raum. Bereits in der Einladung können die Gäste gebeten werden, auf Tabakgenuss und die Verwendung intensiver Kosmetikprodukte zu verzichten, um die Sinne nicht zu verwirren. Da zur Probe ebenfalls eine Beurteilung der Farbe des Weines gehört, empfiehlt sich die Verwendung weißer Tischdecken. Darauf können vorab kleine Hilfsmittel wie beispielsweise ein Weinaromarad sowie Stift und Zettel für die Gäste ausgelegt werden.Der Wein im Glas
Für ein gutes Ergebnis müssen die ausgewählten Weine richtig temperiert angeboten werden. Für Weiß- und Roseweine sind ca. 10 Grad und für Rotweine (die dekantiert werden sollten) 16 bis 18 Grad angebracht. Für den Anfang genügt die Verkostung von etwa 6 Weinen, maximal jedoch ein Sortiment von 12 Weinen. Je nach Vorkenntnissen empfiehlt es sich, eine geeignete Palette zusammenzustellen. Optimal ist eine Auswahl von Weinen gleicher Kriterien, z.B. Rebsorten oder Anbauregionen. Wichtig ist, dass zunächst die leichteren und trockenen sowie die jungen Sorten verkostet werden. Ist eine Blindverkostung vorgesehen, sollten die Flaschentetiketten geschickt verdeckt werden.
Da der Wein sich im Glas entfaltet, ist bei der Wahl der Gläser große Sorgfalt walten zu lassen. Alle Teilnehmer sollten aus gleich geformten Gläsern trinken, die vor allem dünnwandig und aus ungefärbtem Glas hergestellt sein sollten. Am besten entfalten sich die Aromen in dickbauchigen, nach oben schmaler werdenden Stielgläsern, die etwa 250 ml fassen. Davon wird für jeden Wein ein neues Glas verwendet, es sollten also genügend Gläser bereit gestellt werden. Diese müssen geruchs- und partikelfrei sein, dürfen also keinesfalls eben der Spülmaschine oder einem Karton entnommen sein.

Zwischen den Proben muss den Sinnen Gelegenheit zur Entspannung geboten werden. Stilles Wasser und Baguette bieten sich dazu hervorragend an. Wein macht Appetit, deshalb kann für das Ausklingen nach der Verkostung beispielsweise ein rustikales Büfett mit Brot, Käse und Obst vorbereitet werden. Passende Küchenmesser, die für die Gäste bereitliegen, können im Messer Online-Shop bestellt werden.