Deutscher Wein: Begehrt aus gutem Grund!

Wein – seit Jahrtausenden geschätzt, Begleiter unzähliger Festivitäten, Rituale sowie geschäftlicher und privater Anlässe, erfreut sich auch in Deutschland großer Beliebtheit. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), die regelmäßig Weine sensorisch prüft und bewertet, prognostiziert, weiterhin einen Anstieg der Nachfrage nach deutschem Wein. Sie spricht von einem deutlichen Wandel der Meinung deutscher Verbraucher, vor allem im Discount-Segment.

Deutscher Wein – die Vielfalt macht´s

Knapp 100 Rebsorten werden aktuell in Deutschland auf ca. 100.00 Hektar angebaut. Von größerer wirtschaftlicher Bedeutung sind: Bei den Rotweinen vor allem Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser. Bei den Weißweinen Müller-Thurgau, Riesling und Silvaner. Da sich Präferenzen der Verbraucher ändern, wie auch der gegenwärtige Trend zum Rotwein zeigt, unterliegt auch der Absatz dem zeitlichen Wandel.

Dreizehn unterschiedliche Weinanbaugebiete, mit vielfältigem Boden- und Klimagefüge, gibt es gegenwärtig in Deutschland. Da jeder Standort einzigartig in Bodenbeschaffenheit und klimatischen Bedingungen ist, schmecken die deutschen Weine nicht einheitlich. Hinzu kommt ein deutlich milderes Klima in den deutschen Anbaugebieten gegenüber südlicheren Ländern. Somit benötigen die heimischen Trauben eine längere Zeit bis zur Reife. Vorteilhaft wirkt sich diese längere Verweildauer am Rebstock auf das Weinaroma mit seinen einzelnen Geschmacksstoffen aus. Hieraus ergeben sich eine besonders hochwertige Qualität der Trauben und ein intensiver Weingeschmack.

Qualität aus der Flasche – deutscher Wein

In vier gesetzlichen Qualitätsstufen werden deutsche Weine klassifiziert. Angefangen vom Tafelwein, über den Landwein, zu Qualitätsweinen bestimmter Anbaugebiete bis hin zu Qualitätsweinen mit Prädikat. Es gibt eine ganze Reihe an weitere Unterscheidungen, die auf dem Etikett hervorgehoben werden können, wie z. B. „Erstes Gewächs“, „Öko“ oder „Selection“. In romanischen Ländern wird die Qualität des Weines vorwiegend nur über seine Herkunft eingestuft und von regionalen Organisationen geprüft. Dagegen gelten seit 1971 deutschlandweit verbindliche, gesetzliche Vorschriften zur amtlichen Prüfung der Weine. Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete oder mit Prädikaten werden amtlich geprüft, ob sie den Qualitätsnormen entsprechen und in den Handel kommen dürfen.