Rotwein – darauf sollte man achten

Das Rotweintrinken gehört zu unserer Kultur und der Beruf des Winzers gilt als hohe Kunst. Auf langjährige Erfahrung bei der Weinherstellung wird viel Wert gelegt.
Um das beliebte Getränk richtig genießen zu können, sollten einige Faktoren beachtet werden.

Welcher Wein soll es sein?
Damit er nicht zu sehr nach Alkohol schmeckt, sollte ein Wein mit nicht mehr als 13,5 Prozent Alkoholgehalt gewählt werden.
Sucht man im Supermarkt, sollte keine Flasche genommen werden, auf deren Etikett der Jahrgang nicht erwähnt wird. Hier ist man gut mit einem Wein bis zu 3 Jahre alt bedient. Am besten eine Sorte, deren Weingut und Weinkellerei angegeben ist. Auf den meisten deutschen Weinen findet man die Bezeichnungen lieblich, fein herb, halbtrocken und trocken. Fehlt die Angabe, ist es wahrscheinlich ein lieblicher Wein.
Schon ab 5 Euro kann man einen passablen Wein im Supermarkt erwerben, dabei sollte man sich aber nicht von schön gestalteten und anregenden Etikett blenden lassen. Dies ist ein simpler psychologischer Trick und kein Garant für Qualität.

Weine aus dem Internet
Ist ein Kauf im Internet geplant, so sollte darauf geachtet werden, dass der Verkäufer ein auf Weine spezialisierter Händler ist. Gute Kommentare von Käufern und eine positive Historie spricht für den Händler. Das engagierte Transportunternehmen sollte Erfahrungen mit Weintransporten haben, denn bei Erschütterungen wirbelt der Bodensatz auf. Sind Bilder von den Lagerräumen hochgeladen, kann man sich vergewissern, dass der Wein richtig gelagert wurde.

Vorsichtige Lagerung des empfindlichen Guts
Plant man eine Weinlagerung, so sollte hierfür ein Weinkeller oder spezieller Raum genutzt werden. Geräte oder Geräusche können zu Vibrationen führen und den Wein aufwirbeln. Die Flaschen sollten unbedingt liegend gelagert werden. Andere Gerüche können sich negativ auf die Qualität auswirken, daher ist von einer Lagerung in der Küche abzusehen.
Wein sollte dunkel gelagert werden, da Licht die Reifung und den Verfall fördern. Trocknet der Korken aus, so kann er brechen und Sauerstoff eintreten, optimal ist eine Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent.

Das Weinglas
Es sollte nur halb gefüllt werden, damit der Wein atmen kann. Wird das Glas geschwenkt, wird die freie Fläche benetzt, so entfaltet sich der Duft. Gläser aus Bleikristall bieten die beste Benetzungsfläche.
Der Rand des Glases sollte dünn und gut geschliffen sein, so wird Zunge schnell und gleichmäßig benetzt.
Nur der Stiel sollte angefasst werden, sonst erhöht sich die Temperatur durch die Körperwärme. Das Glas selbst sollte die für den Wein empfohlene Temperatur haben.

Auf die Temperatur kommt es an
Rotweine sollten auf keinen Fall gekühlt getrunken werden. Leichte Rotweine werden bei 14 bis 16 Grad Celsius getrunken und volle Rotweine bei 16 bis 18 Grad Celsius. Um die Temperatur zu messen gibt es Weinthermometer, die in den Wein eingetaucht werden. Manschetten messen etwas ungenauer, dafür kann man sie auch bei ungeöffneten und halb leeren Flaschen verwenden.

Roséweine
Es ist ein Irrtum, dass Roséweine aus Rot- und Weißweinen hergestellt werden, zumindest in der EU. Sie werden aus roten Trauben hergestellt und kommen nur kurz mit den Farbstoffen in Berührung.
Gute Roseweine haben einen frischen Charakter und sollten jung getrunken werden.

Natürlich ist die Wahl Geschmackssache – dieser kann auf Weinproben und Weinreisen gut erkundet werden.