Weißwein zu Fisch? Rotwein zu Fleisch? Wer weiß das schon..

Kenner unter den Weintrinkern wissen ganz genau welcher Wein zu welchem Gericht gehört. Er soll den Geschmack eines guten Essens unterstreichen und hervorheben. Aber nicht jeder Hobbykoch hat dieses Wissen sofort abrufbar und muss sich daher im Vorfeld darüber informieren.

Der optimale Wein bereichert den Genuss eines Gerichtes um ein Vielfaches. Es ist falsch, wenn man behauptet, dass guter Wein auch  teuer sein muss. Es gibt zahlreiche württembergische Weine, die günstig und dennoch sehr geschmackvoll sind. Wenn es dennoch ein edleres Tröpfchen für besondere Stunden sein soll, so kann ich jedem nur empfehlen sich einen Gutschein für einen Weinkontor schenken zu lassen. Ein solches Geschenk ist zeitlos und trifft immer ins Schwarze.

Aber welchen Wein empfiehlt man zu welchem Gericht? Eine kurze Zusammenfassung soll Aufschluss geben:

Zu allen Wurstwaren und Salaten empfiehlt sich stets ein trockener Weißwein. Fast sämtliche kalten Speisen können mit gutem Gewissen mit einem kühlen Weißwein serviert werden. Und bei Fleischgerichten kommt bevorzugt der Rotwein auf seine Kosten. So kredenzt man sowohl bei Rind- und Wildgerichten als auch bei Lamm oder Schwein eher einen trockenen Rotwein. Dabei sollte  er nicht kühler als 12 Grad sein. Die Temperatur ist bei einem Wein von hoher Wichtigkeit. Nur bei optimaler Gradzahl entfalten sich die Aromen und Bouquets vollständig. Wenn er zu warm ist verflüchtigen sich Bestandteile des Weines, sodass er im Geschmack leidet. Dieser Prozess beschleunigt sich mit steigender Temperatur. Beim Wahrnehmen ist zuerst der Geruch und im Anschluss der Geschmack beteiligt. Das Ausmaß der Empfindungen ist unter 8 °Celsius Weintemperatur eher neutralisiert, bei 12 °Celsius noch eingeschränkt und bei 18 °Celsius sehr hoch.

Bei Fischgerichten und Schalentieren wird empfohlen einen leichten Weißwein oder einen Rosewein aufzutafeln.  Die Intensität und die Farbe eines Weines ist je nach Anbau und Traubensorte unterschiedlich. Aus diesem Grund empfiehlt sich folgende Grundregel: Je leichter das Gericht, desto leichter der Wein – und umgekehrt. Je dunkler die Soße desto dunkler der Wein.